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Medienbezug des Narzissmythos bei McLuhan und Ovid »
Sep 07 2007

Friedrich Kittler – Medientheoretiker

Geschrieben von: FLORIAN KÖPPE in Wissenshunger

Friedrich Kittler, Geboren 1943 im sächsischen Rochlitz
Studium der Germanistik, Romanistik, Philosophie

Werk und Bedeutung
Ein neuer Ansatz der Medientheorie, ausgehend von den technischen Medien.
Sein zentrales Projekt ist die „Austreibung des Geistes aus den Geisteswissenschaften“.

kittler-portrait.jpg

Foto: Friedrich Kittler

Theorien
 – Eigenständigkeit der Technik
 – Schreiben von Literatur, Programmen, dem Einbrennen von Strukturen in Silizium-Chips
sind vollständig zusammenhängend.
 – Interpretation aller Medien als Militärtechnologien

wichtigste Publikationen
Aufschreibesysteme 1800⁄1900 (1985) Theorien der Informationsnetzwerke zwischen 1800 bis heute

Aufschreibsystem 1800
– Beginn der Alphabetisierung
 – Verschiebung des Bildungssystems zur Familie, Universität und Staat
 – Dichtung als wichtigster Kulturträger
 – Zitat: „Das Aufschreibsystem von 1800 arbeitet ohne Phonographen,
Grammophone und Kinematographen. Zur seriellen Reproduktion serieller Daten
hat es nur Bücher, reproduzierbar seit Gutenberg, aber verstehbar und phantasierbar
gemacht durch die Alphabetisierung.“

Aufschreibsystem 1900
– Beginn der technischen Datenspeicherung
 – Verfall des Weltbildes von 1800
 – Mensch als Messobjekt (Tachistoskop um 1915)
 – Aufspaltung in Wahrnehmungsfelder (Grammophon=Klang, Film=Bilder, Buch=Symbolik)
 – Veränderung des Geschlechterverhältnisses durch Medientechnik (Emanzipation der Frau)

Grammophon Film Typewriter (1986) (MuHo Bibliothek: Medien Theo 3)
 – Analyse von den Medien Grammophon, Film, Schreibmaschine ohne kulturellen Zusammenhang

Turings-Test
1950 von Alan Turing vorgeschlagener Test zur Feststellung künstlicher Intelligenz.
In einer Diskussion versucht ein Mensch die Maschine vom Menschen zu unterscheiden.
Diesen Test hat noch keine Maschine bestanden, wobei aber auch berücksichtigt werden muss das Menschen mit psychischen oder körperlichen Leiden diesen Test wohl auch nicht bestehen würden. (ein Hauptkritikpunkt der Turing-Test Gegner)

Captcha,
ist per Definition ein Turing Test, bei dem die dritte Partei, also der kontrollierende Mensch durch eine Maschine ersetzt wird. Dies wird vor Allem im Bereich des Internets genutzt, um programmierte Bots davon abzuhalten E-mail Adresssen zu speichern oder Spam-Nachrichten zu versenden.

Künstliche Intelligenz
Hierbei geht es darum Computer zu kreieren die sich so verhalten als seien sie intelligent.
Es gibt zwei Arten künstlicher Intelligenz,
zum Einen die sogenannte „starke k.I.“ und die „schwache k.I.“
Schwache künstliche Intelligenz ist die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis von Intelligenz.
Starke künstliche Intelligenz ist dem entgegen das Erschaffen einer Intelligenz , die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein bzw. Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet.
Hinzu kommt die „künstliche Dummheit“, also sehr beschränkte künstliche Intelligenz durch welche Fehler beseitigt, Rechenkapazität gespart werden und somit echte KI dazulernen kann.





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Tags: Buchdruck, Medientheorie, Wissen

Geschrieben am Freitag, 7. September 2007 um 17:15 Uhr und ist zu finden in Wissenshunger.

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